Ein starkes Zeichen für ehrenamtlich Engagierte


Das Zusammenwirken von Haupt- und Ehrenamtlichen hat im Bistum eine lange Tradition. Umso wichtiger ist es, das Engagement auch innerhalb sich verändernder Strukturen zu fördern, zukunftsfähig und lebendig zu gestalten. Das findet auch Jette van der Velden, die neue Referentin für Ehrenamtskoordination und -förderung im Bistum Limburg. Zum 1. Oktober hat van der Velden ihre neue Tätigkeit begonnen. „Die Stelle der Ehrenamtskoordination- und-förderung ist vom Bistum neu geschaffen worden. Damit hat die Diözese ein starkes Zeichen für die Bedeutung der Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gesetzt. Auf allen Ebenen des Ehrenamtes sollen Bedarfe erhoben, passende Angebote gemacht und Vernetzung gefördert werden“, erläutert van der Velden.
Rahmenbedingungen schaffen und Kultur der Wertschätzung fördern
Ziel der neuen Stelle ist es, eine attraktive Ehrenamtskultur im Bistum zu fördern. Dazu gehört die Entwicklung und Umsetzung eines Konzeptes zur Gewinnung und Unterstützung ehrenamtlich Engagierter ebenso, wie die Bündelung und Vernetzung von Qualifizierungsmaßnahmen, der Aufbau einer Internetseite zur Information und Kommunikation oder die Sicherung von verlässlichen Rahmenbedingungen zur Ehrenamtsförderung und einer Kultur der Wertschätzung für das Ehrenamt.
Die verschiedenen Formen des Ehrenamtes zu unterstützen, sieht van der Velden als Bestandteil der neuen Aufgabe. Sie möchte die öffentliche Wahrnehmung für das Thema stärken und zeigen, dass ehrenamtlich Engagierte häufig hochqualifizierte Arbeit leisten, ob durch juristische Beratung, in der Krankenhausseelsorge oder bei der Leitung von Kinder- und Jugendgruppen . Neben ihrer emotionalen Verbundenheit mit der Institution würden die Mitarbeitenden ihre beruflichen Qualifikationen und ihr Know How in ihre ehrenamtliche Tätigkeit einbringen. Darüber hinaus ist es ihr ein Anliegen, die Wahrnehmung auf neue Möglichkeiten zu lenken sowie alternative Perspektiven und Strukturen aufzuzeigen. „Mir geht es ums Gesamtpaket. Das ist sehr wichtig fürs Ehrenamt und bedeutet, dass man einerseits in seiner Qualifikation wahrgenommen, geschätzt und auch richtig eingesetzt wird und sich andererseits dort wohl und emotional zu Hause fühlt.“
Lange Zeit im Ausland gelebt
Persönlich hat die studierte Diplompädagogin dieses Heimatgefühl in Kirche besonders während ihrer Auslandsaufenthalte erfahren. Von 1994 bis 2002 hat sie in der Türkei gelebt, später von 2002 bis 2014 in Ägypten. In Kairo war van der Velden Mitarbeiterin für Pädagogik und Pastoral bei der deutschsprachigen katholischen St. Markus Gemeinde. 2014 zog es sie nach Mainz. In den Jahren 2015 bis 2019 war sie in der Katholischen Erwachsenenbildung tätig. Von 2019 bis 2022 war sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin und Projektkoordinatorin zweier Forschungsprojekte an der Goethe Universität Frankfurt tätig.